Rezepte


Gesunde Proteine : Zwei Rezepte, (nicht nur) für Veganer

PROTEINE - GRUNDBAUSTEINE DES LEBENS

Proteine gehören, wie auch Kohlenhydrate und Fette, zur Gruppe der Makronährstoffe, die den Großteil unseres Körperaufbaus und unserer Körperfunktionen ausmachen. Etwa 15% unserer Körpermasse besteht aus Proteinen. Das Wort "Protein" geht auf das griechische Wörtchen "proteuo" zurück, welches "erstes und wichtigstes" bedeutet und uns bewusst machen soll, welch wichtige Rolle diesen Molekülen im Aufbau des Lebens zukommt.

Die Aminosäuren, aus denen die Proteine zusammengesetzt sind, bestehen aus den Grundbausteinen des Lebens: Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, deren unterschiedliche Zusammenstellung die Form, Struktur und Wirkungsweise der Proteine bestimmt. Die Anzahl der möglichen Kombinationen ist dabei schier unbegrenzt, wie wir an der unermeßlichen Vielfalt der Lebensformen- und Vorgänge auf unserer wunderschönen Erde eindrücklich sehen und erleben dürfen.

Proteine sind Grundbausteine einer jeden Zelle und übernehmen viele wichtige Aufgaben in unserem Organismus. Sie verleihen den Körperzellen ihre Struktur, steuern und regulieren unsere muskulären Bewegungen, den Sauerstoff- und Eisentransport in unserem Blut, die Übertragung von Nervenreizen und Hormonen, sowie unzählige weitere chemische Prozesse, die Tag für Tag, Augenblick um Augenblick, in unserem Körper stattfinden.

Einige Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht selbst herstellen, sondern ist darauf angewiesen, sie sich als Nahrung zuzuführen. Dies mag einmal mehr verdeutlichen, wie sehr wir doch mit der Erde als ein großer Organismus verbunden sind! Würden wir diese essenziellen Aminosäuren nicht aus dem reichen Nahrungsangebot der Mutter Erde schöpfen können, so könnte unser Körper nicht überleben.

PROTEINE IN DER VEGANEN ERNÄHRUNG 

Veganer werden oft gefragt, wie sie denn an ihre Proteinzufuhr kommen, da viele Menschen irrigerweise davon ausgehen, daß nur Milch und Fleisch als proteinreiche Nahrungsquellen infrage kommen.

Nicht infrage gestellt wird dabei, daß man die Leiber und die Muttermilch artfremder Geschöpfe verspeist, deren proteinogene Strukturen andere als die des Menschen sind. Freilich ist noch kein Mensch zum Schwein geworden, weil er sich von Schweinefleisch ernährt hat. Aber vielleicht sollten wir uns doch einmal stärker ins Bewusstsein rufen, daß Proteine, in ihrer jeweiligen Zusammenstellung, als Informationsgeber in unserem Organismus fungieren und sehrwohl sehr unterschiedliche Einflüsse auf unser hormonelles und nervliches Netzwerk nehmen können. Die zell-informierenden Signale eines starken, wild lebenden Tieres, die unsere Ahnen einst beim Fleischverzehr in sich aufgenommen haben, sind dabei sicherlich anders zu bewerten, als das unsägliche träge Leid der eingesperrten Masttiere und Qualzuchten, von denen der heutige Mensch sich nährt.

Eine der gesündesten Proteinquellen, von denen alle Menschen und Tiere sich seit Urzeiten ernährt haben, wächst an Bäumen: Nüsse. Nüsse aller Art enthalten nicht nur hochwertiges, natürliches Protein, sondern auch viele gesunde Fette, Mineralstoffe und Vitamine. Wahre Wunderwerke der Mutter Erde, die sich überdies lange lagern lassen und damit vielen Geschöpfen durch den rauhen Winter helfen. Auch viele Samen, also auch Bohnen und Hülsenfrüchte, von denen die Pflanzen ohnehin immer weitaus mehr produzieren, als letztlich zu neuen Pflanzen werden können, sind hervorragende natürliche Protein-quellen.


In den hier vorgestellten Rezepten spielen zwei Pflanzen die Hauptrolle, die alle essentiellen Aminosäuren enthalten: Hanf und Lupine. Beide Pflanzen sind äußerst robust, gedeihen auch in unserem heimatlichen Klima gut und sind überdies sogar noch prima Nährstoffgeber für den Boden, in dem sie wachsen. Wahre Tausendsassa also und eine Liebeserklärung der Mutter Erde an die vegane Bewegung! Denn aus Hanfsamen und Lupinen lässt sich in der Küche etliches zaubern, von süß bis herzhaft, vom leichten Snack bis zur vollwertigen Mahlzeit, - die Entdeckungsreise hat eben erst begonnen...

Protein-Riegel - Rezept:

ZUTATEN:

Hanfmehl

Haselnüsse und Mandeln

Maulbeeren, getrocknet

Kakaostückchen, Vanille, etwas Wasser

 

WERKZEUGE:

Mixer mit Schrot-Funktion

Backpapier, Rührschüssel, Nudelholz

 

ZUBEREITUNG:

Zuerst werden die Nüsse und Mandeln zu Mehl geschrotet und das fertige Mehl in eine Schüssel gegeben. Dann die getrockneten Maulbeeren mit etwas Wasser zu Brei mixen. Der Maulbeerbrei wird zu dem Nussmehl in die Schüssel gegeben und beides miteinander vermengt. Auf diese Masse wird eine gute Ladung Hanfmehl geschüttet und dann alles tüchtig miteinander verknetet, bis eine Masse entstanden ist, die nur noch so feucht ist, daß sie nicht mehr an den Händen kleben bleibt. Zu dieser fertigen Masse nun Kakaostückchen und Vanille geben und noch einmal alles miteinander verkneten. Der fertige Teig wird dann auf Backpapier gelegt und auch oben mit Backpapier bedeckt. Der zwischen dem Backpapier befindliche Teig wird dann mit der Teigrolle plattgewalzt, bis zu etwa 4-5mm Dicke. Nun das obere Backpapier wegnehmen und den fertig gewalzten Teig in beliebig große Stücke schneiden. Damit die Riegel zusätzlich an Festigkeit gewinnen, empfiehlt es sich, sie noch eine Weile im Kühlschrank ruhen zu lassen.

 

BON APPETIT!

Lupinen-Lasagne - Rezept:

ZUTATEN:

Lasagneplatten aus Linsen

Lupinenschrot

Erbsen

Bio-Gemüsebrühe

Tomatenmark

Cashewkerne und Kürbiskerne

Bio-Hefeflocken

Haferflocken

1 Knoblauchzehe, Paprikagewürz, etwas Wasser

 

 

WERKZEUGE:

Mixer, Auflaufform, Backofen, Kochtopf

 

 

ZUBEREITUNG:

Die Füllung: Gemüsebrühe im Kochtopf zum Aufköcheln bringen, dann das Lupinenschrot hineingeben und ca. 10 Min. aufquellen lassen. Erbsen und Tomatenmark dazugeben und alles miteinander verrühren. Die Sauce: Cashewkerne, Kürbiskerne, Bio-Hefeflocken, Knoblauchzehe und Paprikagewürz mit etwas Wasser in den Mixbecher geben und zu einer sämigen Creme mixen.

Erste Schicht Füllung in die Auflaufform geben, darüber die Lasagneplatten verteilen. Lasagneplatten gut andrücken, damit sie beim Backen gut von der Füllung durchgefeuchtet werden. Zweite Schicht Füllung auf den Lasagneplatten verteilen, darauf nochmals eine Schicht Nudelplatten und eine dritte Schicht Füllung. Auf der obersten Schicht Füllung nun die Sauce verteilen. Über die Saucen-schicht schließlich noch einige Haferflocken streuen, dadurch erhält die Lasagne beim Backen eine schöne Kruste. Bei 160°C ca. 25-30 Minuten im Ofen backen, bis die Lasagne durchgängig köchelt und die Deckschicht schön angebräunt ist.

 

Zu der Lasagne empfehle ich einen leckeren grünen Salat. :-)

 


Werkzeuge und Zutaten:

Hier findet Ihr eine Liste mit den wichtigsten Küchenhelfern und Zutaten, die für die Rezepte gebraucht werden.

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Der wichtigste Helfer zum guten Gelingen der Rezepte ist der Personal Blender, ein kleiner Mixer, der auch schroten kann. Ein guter Personal Blender sollte möglichst langlebig sein, über robuste und leistungsfähige Klingen verfügen und bei den Mixbechern auf Schadstoffe wie BPA verzichten. Empfehlenswerte Geräte findet Ihr bei Bedarf unter folgendem Link:

Getrocknete Maulbeeren in Rohkostqualität:

Kakaostückchen in Bio-und Rohkost-Qualität:

Bio-Hefeflocken, reich an Vitamin B:

Umweltfreundliches und ungebleichtes Backpapier: